Ursprung von “+” und “-“

Plus und Minus sind zwei der elementarsten Rechenzeichen. Spätestens in der Grundschule lernt man diese beiden Symbole kennen und für viele von uns gehören sie zu dem täglichen Leben.

Doch woher kommen die beiden Symbole überhaupt? Sind sie so alt wie unsere Ziffern oder gar älter?

Beginnen wir mit dem Zeichen für die Addition: “+”

Erste Existenz in Dokumenten in Deutschland kann bis auf die letzten 20 Jahre des 15. Jahrhunderts zurück führen.
Genauer erschien das Plus erstmalig in WidmansBehede und hubsche Rechenung auff aller Kaufmanschaftt“, veröffentlicht im Jahr 1489. Dort wurde das Zeichen nicht explizit nur als Zeichen der Addition verwendet, vielmehr fand auch eine Substitution durch dies Zeichen für “und” statt.

Im Jahr 1518 definierte Grammateus das “+” als mathematisches Symbol: “Vnd man braucht solche Zaichen als + ist vnnd…” (Henricus GrammateusAyn New Kunstlich Buech“).

Über den eigentlichen Ursprung vom Plus gibt es noch keine eindeutige Beweise, doch es ist naheliegend, dass es sich um eine Abkürzung des Lateinischen “et” handelt. So ist in alten Manuskripten von 1417 ein dem Plus ähnliches Symbol zu finden, dass “et” bedeutet.

Wie auch schon beim “Plus” ist der Ursprung des “Minus” eher unklar. Vermutungen gehen von Verschiedensten Ansätzen aus, sei es ein einfacher Strich, der die Tara (Siehe auch:Tara (Gewicht) in der Wikipedia ) vom Rest der Rechnung trennt. Es könnte aber auch von einem ägyptischen hieratischen Zeichen abgeleitet sein, oder eine Abwandlung vom “T” benutzt durch Diophant und Heron.

Wie dem auch sei, in Deutschland erschien das “Minus” erstmalig um 1481 in einem Buch. Um 1518 definierte Grammateus das “+” und “-“: “Vnd man braucht solche Zaichen als + ist vnnd, – mynnder…” (Henricus Grammateus “Ayn New Kunstlich Buech”)

Die Verbreitung von “+” und “-” in Europa war recht unterschiedlich. Während in England schon 1557 Robert Recorde die Notation in seiner Algebra benutzte, dauerte es in Südeuropa – und besonders Italien – bis ins 17. Jahrhundert. Dort war eher ein p, bzw m mit aufliegender Tilde (“~”) gebräuchlich.
In Frankreich waren sowohl die italienische als auch die deutsche Notation geläufig, doch die Nutzung der deutschen Notation durch Vieta brachte auch in Frankreich den “Druchbruch” für die deutsche Notation.

In Italien verhalf Cavalieri mit der Nutzung von “+” und “-” zur Verbreitung der Notation, so dass es schließlich allgemein geläufig war, “unser vertrautes” Plus und Minus zu schreiben

(Quelle: Cajori, Florian. A history of mathematical notations. Repr. [der Ausg. Chicago, 1928/1929]. New York, NY: Dover, 1993. )

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